In einem ägyptischen Kindergrab von etwa 5200 v. Chr., fand man eine Art Kegelspiel. Es bestand aus neun kleinen Kegeln, drei Steinbällen und drei Marmorstückchen. Ein weiterer antiker Fund war ein polynesisches Spiel, das auch aus Kegeln und Steinbällen bestand. In Deutschland kegelte man bereits im 3. Jahrhundert n. Chr., und auch in England und Frankreich war das Spiel unter dem Namen "Skitteles" bzw. "Quilles" bekannt. Die Anzahl der bei der frühen Art dieses Sports benutzten Kegel schwankte zwischen 3 und 17, es wurde auf vielerlei verschiedenartigen Bahnen und nach unterschiedlichen Regeln gespielt.
An die Ostküste Amerikas gelangte das Bowling durch Einwanderer aus England und den Niederlanden. Ausgrabungen in Kalifornien lassen darauf schließen, dass möglicherweise die Spanier das Kegeln dort bereits im 16. Jahrhundert einführten.
Populär machten dieses Spiel aber die deutschen Einwanderer. Es wurde häufig um Geld gespielt, selbst dann noch, als das Kegeln wegen der häufig damit verbundenen Wettbetrügereien verboten wurde. Aus diesem Verbot heraus soll nun, entsprechend einer sich beharrlich haltenden Überlieferung, das Bowlingspiel entstanden sein.
Auf der Liste der verbotenen Glücksspiele stand das Kegeln mit 9 Kegeln genau beschrieben. Was tat man? Man fügte einen Kegel hinzu, nannte sie Pins, änderte die Aufstellung und verbreiterte die damalige Kegelbahn von 33 cm auf 105 cm.
Die offizielle Geschichte des Bowling begann 1875 in Manhattan mit dem Zusammenschluss von 27 Clubs zur "National Bowling Association" und dem Aufstellen der ersten allgemeingültigen Regeln. Im Jahre 1895 wurde die heute noch größte Bowlingorganisation, der "American Bowling Congress" (ABC) gegründet.
Die wichtigste Neuerung im Bowling wurde 1946 mit der automatischen Pin-Aufstellmaschine eingeführt. Nach dem 2.Weltkrieg ging es mit dem Bowling steil bergauf; in den 50er Jahren fanden regelmäßige Fernsehübertragungen über das Bowling statt, und 1958 wurde die "Professional Bowling Association" (PBA) gegründet, deren Meisterschaften nach wie vor zahlreiche Zuschauer in ihren Bann ziehen und auch im Fernsehen übertragen werden. In den USA sind über 11 Millionen Bowlingsportler organisiert.
Durch die amerikanischen Soldaten kam das Bowling auch nach Europa. Die ersten kommerziellen Bowlingzentren entstanden 1962. Heute hat wohl jede größere Stadt mindestens eine Bowlingbahn. Weltweit in über 70 Ländern gibt es derzeit über 50 Millionen Freizeit-Bowler. Die Zahl der Freitzeit-Bowler in Deutschland nimmt stetig zu, nicht zuletzt durch die Fernsehübertragungen amerikanischer und europäischer Meisterschaften im Fernsehen.

(Quelle/leicht verändert in der Formulierung: www.leipzigerallerlei.de)

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